Logobalken der Organisation
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Spielen

Das Spielen lässt oft eine eigene Welt entstehen das ist das faszinierende daran. Und wenn das Leben besonders hart ist, wird das bereits schon spannende Spielen und die Freude, die es bietet umso interessanter. Durch Geldspiele kann die Spannung noch intensiviert werden, und davon gibt es eine ganze Menge: Geldautomaten, Casinospiele, Karten- und Würfelspiele, um nur die bekanntesten herauszugreifen.

In der Regel entwickelt sich ein problematisches Spielen allmählich. Glücksspielen beginnt bei Männern typischerweise nach der Pubertät und bei Frauen im mittleren Lebensabschnitt. Eine anfängliche Gewinnerfahrung kann zum Auslöser einer steigenden Glücksspielaktivität werden. Belastende Lebensereignisse wie z.B. das Eingehen fester Bindungen, Schwangerschaft der Partnerin, Auszug der Kinder können zu einer Steigerung des Spielens führen.

Zwischen dem Geld-Einsatz und dem Ausgang des Spieles liegt eine eigene Welt von Gewinnphantasien und Selbstgenügsamkeit in der Beziehung zum Spielobjekt. Jörg Petry lässt in seinem Buch ‚Glücksspielsucht’ einen Automatenspieler zu Wort kommen, der erzählt, dass ihm das Glücksspielen zunächst ein extrem starkes Glücksgefühl vermittelt habe. Auch der Nervenkitzel sei extrem wichtig gewesen. Ein Kartenspieler berichtet, das Spielen habe seine Welt bunter, abwechslungsreicher und im Gegensatz zum grauen Alltag erträglicher gemacht. Allerdings sei er im Verlauf der Glücksspielsucht durch seine Mitspieler immer wieder ausgenommen worden.

Alarmierend wird das Glücksspiel, wenn trotz negativer persönlicher und sozialer Konsequenzen wie Verschuldung, Zerrüttung der familiären Beziehung oder Beeinträchtigung der beruflichen Entwicklung weitergespielt wird.

Die Konsequenzen einer Spielsucht sind oftmals für die Spieler und deren Familien dramatisch. Weil das Spielen so viel Geld frisst, verschulden sich Spieler zunehmend. Die Familie hat häufig nicht mehr genügend Mittel, um die alltäglichen Kosten für Nahrung, Zahlung der Rechnungen, etc. zu decken.

Weil es vielen Spielern schwerfällt, ihren Bezugspersonen zu sagen, dass sie spielen, geraten sie in innere Nöte und sehen keinen anderen Ausweg aus ihrem Zwiespalt, als in Bezug auf das Geld und die Zeit, die sie für das Spielen benötigen, Geschichten zu erfinden.

Alle diese Dinge führen zu einem Verlust des Vertrauens in den Spieler. Verschuldungen und Scheidungen sind oftmals die Konsequenz, wenn es dem Spieler nicht gelingt, sich von seiner schädlichen Gewohnheit zu lösen. Zumindest hier stimmt das alte Sprichwort: „Glück im Spiel, Pech in der Liebe“ also nicht.

Spielen galt in Fachkreisen lange als nicht behandelbar. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben aber gezeigt, dass es vielen Spielern gelingt, mit dem Spielen wieder aufzuhören. Für weitere Informationen rufen Sie uns an oder klicken Sie auf folgenden Link: www.gluecksspielsucht.de/materialien/diagnostik.html.

Regina Burri, LT 08.01.2004


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