Logobalken der Organisation
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Essen

Noch vor einigen Jahren beunruhigten Anorexie und Bulimie die Gemüter. Die heutigen Schlagzeilen zeigen: Die Schweizerinnen und Schweizer legen an Gewicht zu. Vielleicht ein gegenläufiger Trend zum vorherrschenden Schlankheitsideal, das suggeriert: Schlanke Frauen sind erfolgreich, anziehend, haben Erfolg und werden geschätzt? Gerade Frauen, die in ihrer Identität verunsichert sind, die depressiv sind, vielleicht sogar sexuell missbraucht wurden, laufen besonders Gefahr, ihren Körper zum Dreh- und Angelpunkt ihrer Aufmerksamkeit zu machen und so ihre Aufmerksamkeit anders auszurichten. So ist es erklärbar, dass ca. 95% der Menschen mit Anorexie und Bulimie Frauen sind. Das Diktat, schlank, fit und jugendlich zu sein, wird aber auch für Männer immer strenger. Nicht erstaunlich, dass ihr Anteil bei den Essstörungen in den letzten Jahren gestiegen ist. Doch wie äussern sich Essstörungen?

Adipositas (Fettsucht)

Adipositas liegt vor, wenn der Anteil des Fettgewebes am Köpergewicht bei Männern 20% und bei Frauen 24% übersteigt. (Der Fettanteil kann mit einer speziellen Waage gemessen oder vom Arzt bestimmt werden.) Sie entsteht durch eine vermehrtes Essbedürfnis und eine vermehrte Kalorienzufuhr. Oft ist die Hungerempfindung gesteigert und das Sättigungsempfinden vermindert.

Gerade bei der Anorexie und Adipositas besteht eine Abweichung vom normalen Gewicht aus. Aber was ist das Normalgewicht überhaupt? Als Definition des Normalgewichts hat sich hier vermehrt der sogenannte ‚Body Mass Index’ (BMI) durchgesetzt. Dieser wird wie folgt berechnet:

BMI = Körpergewicht (kg) : Körpergrösse im Quadrat (m2).

Das Normalgewicht bei Frauen liegt bei einem BMI von 19 bis 24, bei Männern bei einem BMI von 20 – 25.

(Ein Berechnungsbeispiel: Wenn Sie 1,72 Meter gross und 70 kg schwer sind, errechnen Sie zuerst Ihre Körpergrösse im Quadrat (1.72 x 1.72 = 2,9584). Jetzt kehren Sie zurück zu Ihrem Gewicht: Teilen Sie 70 durch die vorher errechneten 2,9584 (Ihre Grösse im Quadrat). Ihr BMI ist 23,66.)

Wenn Sie sich weiter in das Thema vertiefen möchten, sind folgende Internetadressen hilfreich: www.netzwerk-essstoerungen.ch und www.dhs.de. Oder rufen Sie uns einfach an.

Regina Burri, Limmattaler Tagblatt, 05.10.2006


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