Logobalken der Organisation
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Alkohol

In der Schweiz konsumieren 85% der erwachsenen Bevölkerung mehr oder weniger regelmässig Alkohol. Die meisten von ihnen problemlos.

Dass dieser Anteil so hoch ist, hängt an erster Stelle mit der positiven Wirkung von Alkohol zusammen. Die meisten fühlen sich nach einem bisschen Alkohol besser, leichter, entspannter, angeregter, redseliger.

Alkohol zaubert eine festliche Stimmung. Die schlechte Laune wegen einer vorangegangenen Auseinandersetzung verschwindet, die Langeweile am Gespräch mit den Tischnachbarn verwandelt sich in Interesse, aus Festmuffeln werden halbe Partylöwen.

Für die allermeisten bleibt Alkohol ein Genuss; ein Mittel, um diese Stimmungen gelegentlich zu spüren.

Dass aber gerade die stimmungsverändernde Wirkung von Alkohol für einige Menschen gefährlich werden kann, ist zu wenig bekannt – und darum wird diese Gefahr unterschätzt. Bei Frauen und Migranten müssen noch weitere Faktoren berücksichtigt werden.

Das Risiko beginnt, wenn Alkohol regelmässig und gezielt zur Stimmungsveränderung eingesetzt wird.

Der schüchterne Dave trinkt jedesmal, bevor er sich mit Kolleginnen oder Freunden trifft. Die Alkoholwirkung ermöglicht es ihm, im Freundeskreis aus sich herauszukommen und akzeptiert zu sein.

Martin trinkt, weil er sich unter Alkoholeinfluss in seiner Phantasie ausmalen kann, wie er seinem Chef kontert, der ihn regelmässig vor seinen Arbeitskolleginnen und –kollegen lächerlich macht.

Roberta trifft sich täglich mit ihrer Freundin zur Happy Hour, um nach ihrer hektischen Arbeit rasch abschalten zu können.

Alkohol ist für Dave, Martin und Roberta ein Energielieferant und erfüllt so eine wichtige Funktion. Alkohol dient ihnen als Mittel, um den Arbeitsanforderungen zu entsprechen oder zu können Gerade in der heutigen Zeit, in der die Anforderungen an die Einzelnen hoch sind und noch weiter steigen, ist diese integrative Funktion von Alkohol verführerisch.

Bei regelmässigem Alkoholkonsum gewöhnen sich Körper und Seele daran und verlangen immer nach ein bisschen mehr. Und so kann aus einer Gewöhnung unbemerkt ein Alkoholproblem entstehen. Dass dieses Risiko unterschätzt wird, hat drei Gründe:

1. Der Prozess vom regelmässigen Konsum zum Problem geht meist sehr langsam vor sich.
2. Die Konsumentinnen und Konsumenten sind lange Zeit meist bestens integriert.
3. Die Gefährlichkeit eines regelmässigen Wirkungstrinken ist kaum bekannt.

Je früher eine Gefahr - bei sich und bei anderen - erkannt werden kann, desto leichter kann ihr auch begegnet werden. Dies ist gerade in einer Zeit wichtig, in welcher der Jugendalkoholismus zunimmt.

Weitere Informationen zu Alkohol finden Sie unter: www.dhs.de


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