Logobalken der Organisation
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Integration in die Arbeitswelt – für alkoholabhängige Menschen oft ein Problem

Die Integration in die Arbeitswelt ist für erwerbslose Menschen mit einem Suchtproblem oft schwierig. So hat z.B. Herr Muster keine neue Stelle mehr gefunden, obwohl er seit zwei Jahren abstinent lebt. Mit diesem Problem steht Herr Muster nicht alleine da. Wie schweizerische Studien zeigen, ist das bedauerlich. Eine Integration in die Arbeit hilft diesen Menschen enorm dabei, ihr Suchtproblem zu überwinden. Deshalb ist es wichtig, Sie in ihren Bemühungen, eine Stelle zu finden, zu unterstützen.

Unternehmen nehmen ihre soziale Verantwortung ernst

Schweizerische Unternehmen haben von jeher ein hohes Mass an sozialer Verantwortung wahrgenommen. In den letzten Jahren ist diese Verantwortung weltweit gewachsen. Eine derartige ethische Grundhaltung ist in Zeiten zunehmender Arbeitslosigkeit nicht selbstverständlich und sehr wertvoll.

Auf dem Hintergrund dieses gesellschaftlichen Wandels wurde in den USA die Idee der Integration in die Arbeitswelt („Supported Employment“) entwickelt und seit mehreren Jahren auch für ehemals suchtkranke Menschen erfolgreich angewendet. Auch die Unternehmer können von diesem Projekt profitieren. Sie können die Erfahrung machen, dass sie Leute mit schwierigen Lebenserfahrungen erfolgreich integrieren können. Dies fördert die soziale Kompetenz der Angestellten und steigert die Produktivität.

Unsere Stelle übernimmt nach einer genauen Abklärung die Aufgabe, jene Menschen, die ihre Substanzabhäangigkeit erfolgreich überwunden haben, beim Wiedereinstieg in die Arbeitswelt zu begleiten. Wichtig dabei erscheint uns, dass sie eine Arbeitsstelle finden, die möglichst gut zu ihren Eignungen und Neigungen passt. Bei der Abklärung berücksichtigen wir Ausbildung, Berufserfahrung, Arbeitszeugnisse, Belastbarkeit, persönliche Stärken und Schwächen und die Stabilität der sozialen Situation. Wir holen telefonisch Referenzen von ehemaligen Arbeitgebern ein. Die Resultate einer solchen Abklärung zeigen, wofür die betreffende Person sich eignet.

In Absprache mit den Betroffenen nehmen wir telefonischen Kontakt mit möglichen Arbeitgebern auf. Wir begleiten und beraten sie während der Einarbeitungszeit. Damit auftauchende Probleme möglichst rasch erkannt und aufgefangen werden können, legen wir Wert auf regelmässige Beratungsgespräche. Im Bedarfsfall kann die Begleitung auch über die Probezeit hinaus durchgeführt werden.

Unsere Aufgabe ist es, Betriebe zu finden, welche unser Projekt unterstützen und die im Bedarfsfall bereit sind, Arbeit suchende Klientinnen unserer Stelle als vollwertige Mitarbeiter anzustellen und zeitgemäss zu entlöhnen. In persönlichem Kontakt stellen wir unser Projekt genau vor und klären dabei auch die Bedürfnisse der einzelnen Betriebe. Wir informieren die sozialen Einrichtungen der Umgebung, wie RAV’s und Sozialbehörden und klären die Zusammenarbeit. Im Einzelfall klären wir die finanzielle Entlastung des Betriebes während der Einarbeitungszeit in Zusammenarbeit mit den sozialen Einrichtungen ab. Wenn es von den Betrieben erwünscht wird, beraten wir die Personalverantwortlichen während der Einarbeitungszeit.

Wir erachten die Einführung des Supported Employments auch als sinnvolle Massnahme, um unser Angebot zu erweitern und den aktuellen Bedürfnissen anzupassen.

Ernö Rausch, LT 01.2006, Sozialarbeiter FH und Suchttherapeut BfS, Suchtberatung Bezirk Dietikon 


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